Absolventa: Gute Idee mit fadem Beigeschmack
Posted on March 20th, 2008 in Launches | 9 Comments »
Die Idee hat Esprit – statt sich mit einem Stapel von Bewerbungen zum Briefkasten zu schleichen, können Studenten bei Absolventa künftig den Spieß herum drehen und ein Profil hinterlegen, das dann von potentiellen Arbeitgebern gescreent werden kann.
Update: Wer Absolventa jetzt schon nutzen will, kann sich hier über unsern Einladungslink anmelden.
Öhhhmm… aber moment, das gabs doch schon
Genau! Nennt sich BewerberVZ und wurde von der holtzbrinckschen Clique wegen angeblicher Namens-/Wettberwerbsverstöße abgemahnt – man störte sich am “VZ”. Bisher bliebt die Aktion aber offenbar ohne durchschlagenden Erfolg. Die Domain ist jedenfalls (Stand heute) noch online.Da scheint es ein wenig makaber, daß man nun mit eben diesem Konzept selbst ein Startup ins Rennen schickt. Zwar ist das Gründerteam “frisch”. Aber die StudiVZ Macher finden sich im Investorenkreis und man hat schon angekündigt, die Reichweite des Studentenportals in die Wagschale zu werfen.
Wie nennt man sowas? Prophylaktische Flurbereinigung?
Okay, wie auch immer. Hier die Originalinfo von Absolventa:
Das Berliner Start-up ABSOLVENTA steht kurz vor dem Launch einer geschlossenen Test-Version. Auf Absolventa.de “bewerben” sich Unternehmen bei Hochschulabsolventen. Künftige Hochschulabsolventen hinterlegen einmalig anonym ihr Bewerbungsprofil auf Absolventa.de und werden dann bundesweit von Unternehmen gefunden und zu Bewerbungsgesprächen eingeladen werden. Hierdurch dreht ABSOLVENTA die üblichen Prozesse auf dem Bewerbungsmarkt für Hochschulabsolventen um und bietet sowohl Absolventen als auch Unternehmen eine innovative und effiziente Möglichkeit miteinander in Kontakt zu treten.
ABSOLVENTA ist aus dem Wunsch dreier Studenten nach einem zeitgemäßen Bewerbungsverfahren entstanden, welches die Position der Absolventen gegenüber zukünftigen Arbeitgebern stärken soll. Christoph Jost (LMU München), Henning Peters (Uni Saarland) und Pascal Tilgner (Uni Münster) gründeten im Oktober 2007 mit Unterstützung von Jan Beckers ABSOLVENTA. Kurz darauf konnte das junge Gründerteam auch die Investoren Lukasz Gadowski, Oliver Jung, Kolja Hebenstreit, Michael Brehm und Dennis Bemmann von dem neuartigen Konzept überzeugen. Die Absolventa GmbH hat ihren Sitz in Berlin-Mitte und beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter.
Bereits vor dem Launch der Internet-Anwendung konnte das junge Gründerteam mehr als 100 Unternehmen aus verschiedensten Branchen für das Konzept begeistern. Unter den ersten Nutzern befinden sich sowohl DAX-Unternehmen wie BMW und Daimler, als auch Unternehmensberatungen wie Roland Berger und zahlreiche national und international tätige mittelständische Unternehmen aller Branchen.
Die geschlossene Test-Version ermöglicht nun erstmals Absolventen, die einen Zugangs-Code erhalten haben, die Hinterlegung Ihres Bewerbungsprofils. Neben ersten Kontaktvermittlungen erhofft ABSOLVENTA sich hiervon vor allem weiteres Feedback der Absolventen und Unternehmen. In Kürze startet dann eine breite Werbekampagne, die Absolventa.de mit Hilfe des Kooperationspartners StudiVZ.net schnell deutschlandweit bei den Hochschulabsolventen bekannt machen soll.
9 Responses
Hallo zusammen,
danke für die Erwähnung auf Internetboom. Die Sache scheint geschickt eingefädelt, mit den Generalabmahnungen (ErstiVZ, FussballerVZ, PokerVZ etc.) haben wir aber nichts zu tun.
Viele Grüße,
Pascal
[...] Internetboom.de [...]
Ich finde diese Richtung der Bewerbung angesichts des massiven Fachkräftemangels durchaus für sinnvoll. Ähnlich geht ja auch die Holtzbrinck-Tochter Yourcha vor. Die Frage ist nur wie viele solcher Plattformen man noch aus diesem Umfeld heraus gründen will und was 15 Leute da den ganzen Tag zu tun haben sollen…
Pascal von Absolventa hat mich per XING wegen der Aussage von mir hier, Yourcha sei eine Holtzbrinck-Tochter, angeschrieben. Daher habe ich jetzt noch mal genauer nachgesehen. Offenbar habe ich Yourcha mit Experteer verwechselt, obwohl es über die Holtzbrinck-Agentur Direct Relation wohl auch irgendeine Verbindung zwischen dem Verlagshaus und Yourcha zu geben scheint. Wie dem auch sei, gut, dass Alexander mit deutsche-startups.de über das A-Z einen groben Überblick gibt, sonst wären die Zusammenhänge wohl kaum noch zu entwirren.
[...] Blogs über Absolventa: deutsche-startups.de, internetboom.de und [...]
Mit fadem Beigeschmack enden bei mir mittlerweile alle dieser Angebote von Websites, man würde dann “ausgewählt” bzw. der Arbeitgeber fände den Arbeitnehmer und nicht umgekehrt. Nicht nur, weil ich schlichtweg an der Idee zweifele, dass dies überhaupt funktioniert, sondern vor allem wegen der damit verbundenen Datensammelei (welche ja z.B, im Falle von Yourcha heftigst dementiert worden war: blog.yourcha.com).
Am Besten ist es vermutlich, sich – sofern man einen neuen Arbeitsplatz, ein Praktikum oder was auch immer sucht – es auf dem konventionellen, althergebrachten Wege zu tun.
Kurze info zu http://www.yourcha.com das kommt dann doch eher aus der Schweizer Investoren – Ecke Inklusive der DSM von Herrn Stroeer Köln. Modell ala http://www.weg.de und http://www.neu.de . Bisher konnten wir da aber noch nicht den durchlagenden Erfolg sehen. Vielleicht kommt der noch
Auch im Young Talent Bereich sind dann auch http://www.alma-mater.de sowie http://www.spirofrog.de
Mir als Studenten kann es nur recht sein wenn es möglichst viele BewerberVZtte, Xings und Absolventas gibt. Konkurrenz belebt das Geschäft und ich persönlich habe das Gefühl, dass BewerberVZ irgendwie nicht den durchschlagenden Erfolg verbuchen kann, mit dem es dank derselben Zielgruppe vom StudiVZ gerechnet hat.
Hallo,
es gibt ein neues Startup, welches ebenfalls das Thema “Recruiting 2.0″ besetzen will: Bei 15Talents.com könnt ihr Projekte bearbeiten, die von bekannten Unternehmen wie Volkswagen, Coca-Cola oder 20th Century Fox exklusiv in 15Talents eingestellt wurden. Keine typischen “Kaffee-kochen” Praktika, sondern anspruchsvolle Projekte mit einer fairen Bezahlung.
Viele Grüße,
Ralf