FischmarktDas Fischmarkt Blog ist ab und zu ganz lustig, oft informativ und manchmal sogar kompetent. Doch die heutigen Ratschläge an StudiVZ bzw. Holtzbrinck gleichen eher dem kongnitiven Griff ins Tuch als einer tauglichen Zukunftsstrategie.

Echt jetzt?

Ja! Vorgeschlagen wird ein Markenwechsel, um andere Zielgruppen und andere Märkte zu erreichen. Imho einer der elementaren Fehler, den schon einige Markenartikler hinter sich haben. Holtzbrinck ist da schon auf einem guten Weg. Submarken wie SchuelerVZ zeigen, wie man es richtig macht.

Die Weiterentwicklung der Technik – ein weiterer Kernpunkt der vorgeschlagenen Strategie – ist zwar sicher keine dumme Idee. Doch das “Nachbauen” der Facebook Features ist es ganz sicher nicht, was StudiVZ gegen das Eindringen des Marktführers in den deutschen Markt rüstet. Auch das Öffnen von StudiVZ mittels API wäre in meinen Augen zum jetzigen Zeitpunkt wenig ratsam.

StudiVZ ein Marketingerfolg

StudiVZ war und ist vor allem eine Marketing Story. Man hat es innerhalb kurzer Zeit ALLE bestehenden Portale zu überholen, in dem man die Studenten direkt angesprochen hat und den Schneeballeffekt der Campus Captians genutzt hat. Man hat den Markt der Studenten von “innen” aufgerollt. Keine Chance für technisch hochgerüstete, aber vertriebsschwache Wettbewerber!

Auch Facebook wird diesen Vorsprung nicht in wenigen Wochen aufholen können. StudiVZ ist etabliert. Die Wachstumskurven zeigen weiterhin nach oben. Das Geschäftsmodell funktioniert.

Das Baby muss nun erwachsen werden

Und das funktioniert nicht, in dem man es umbenennt, mit Steroiden dopt und auf den nächsten Gang Bang schickt. Erfolgreiche Unternehmen sind Langstreckenläufer und keine Sprinter. Das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun, entscheidet über Sieg oder Niederlage. Ein Netzwerk wie StudiVZ muss mit seinen Mitgliedern wachsen.

Wem würdest Du vertrauen?

SchinnerSchrader oder StudiVZ?

Kommentar: Was haltet Ihr für die richtige Strategie? Denkt Ihr, Facebook ist eine echte Gefahr für StudiVZ?