SinnerSchrader ersinnt Strategie für StudiVZ
Posted on August 20th, 2007 in Blog Scan | 4 Comments »
Das Fischmarkt Blog ist ab und zu ganz lustig, oft informativ und manchmal sogar kompetent. Doch die heutigen Ratschläge an StudiVZ bzw. Holtzbrinck gleichen eher dem kongnitiven Griff ins Tuch als einer tauglichen Zukunftsstrategie.
Echt jetzt?
Ja! Vorgeschlagen wird ein Markenwechsel, um andere Zielgruppen und andere Märkte zu erreichen. Imho einer der elementaren Fehler, den schon einige Markenartikler hinter sich haben. Holtzbrinck ist da schon auf einem guten Weg. Submarken wie SchuelerVZ zeigen, wie man es richtig macht.
Die Weiterentwicklung der Technik – ein weiterer Kernpunkt der vorgeschlagenen Strategie – ist zwar sicher keine dumme Idee. Doch das “Nachbauen” der Facebook Features ist es ganz sicher nicht, was StudiVZ gegen das Eindringen des Marktführers in den deutschen Markt rüstet. Auch das Öffnen von StudiVZ mittels API wäre in meinen Augen zum jetzigen Zeitpunkt wenig ratsam.
StudiVZ ein Marketingerfolg
StudiVZ war und ist vor allem eine Marketing Story. Man hat es innerhalb kurzer Zeit ALLE bestehenden Portale zu überholen, in dem man die Studenten direkt angesprochen hat und den Schneeballeffekt der Campus Captians genutzt hat. Man hat den Markt der Studenten von “innen” aufgerollt. Keine Chance für technisch hochgerüstete, aber vertriebsschwache Wettbewerber!
Auch Facebook wird diesen Vorsprung nicht in wenigen Wochen aufholen können. StudiVZ ist etabliert. Die Wachstumskurven zeigen weiterhin nach oben. Das Geschäftsmodell funktioniert.
Das Baby muss nun erwachsen werden
Und das funktioniert nicht, in dem man es umbenennt, mit Steroiden dopt und auf den nächsten Gang Bang schickt. Erfolgreiche Unternehmen sind Langstreckenläufer und keine Sprinter. Das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun, entscheidet über Sieg oder Niederlage. Ein Netzwerk wie StudiVZ muss mit seinen Mitgliedern wachsen.
Wem würdest Du vertrauen?
SchinnerSchrader oder StudiVZ?
Kommentar: Was haltet Ihr für die richtige Strategie? Denkt Ihr, Facebook ist eine echte Gefahr für StudiVZ?
4 Responses
Ich denke Facebook stellt eine gewisse Gefahr dar, da Facebook nicht auf eine bestimmte Zielgruppe fixiert ist und so länger nutzbar ist. StudiVZ hat aus meiner Sicht ein Problem:
Was passiert wenn ich kein Student mehr bin? Bin ich dann noch richtig dort? Klar ich könnte mein Status aus Alumni setzen aber paßt das wirklich?
Meine Idee. Eine neue eigene Community wie Xing oder vielleicht Xing übernehmen und dann die Möglichkeit bieten sich über die verschiedenen Communties zu vernetzen und Profile zu übernehmen.
Erst SchuelerVZ dann StudiVZ und danach xyzVZ.
Social Networkingprojekte wie StudiVZ sind vorallem auch deswegen schwer zu überholen ab einer gewissen Größe, weil genau die Leute mit denen der potentiell neue User netzwerken möchte sich schon bei einem Dienst befinden. Umgekehrt wechselt ein User dessen Freundeskreis bei StudiVZ ist nicht zu einem neuen Dienst – ich behaupte selbst bei markanten Vorteilen nicht. Bei einer Größe von 3 Millionen angemeldeten Studenten bleibt die Frage: Ist der Markt groß genug um ein weiteres Studentennetzwerk erfolgreich zu machen und wenn es noch genug Studenten gibt, was hält sie derzeit davon ab sich bei StudiVZ anzumelden? Kann ein Konkurrent genau das besser machen?
StudiVZ ist ein Dienst der rein auf das Netzwerken selbst aufgebaut ist und davon lebt, die Nutzer mit Features, API usw zu erweitern brächte meiner Meinung nach kaum zusätzliches Wachstum, der Grund für einen neuen User sich anzumelden ist eigentlich immer ausschließlich die Einladung / Empfehlung eines Freundes, kaum einer wird sich im Vorfeld überhaupt informieren über die Features.
Ein Markenwechsel wäre absurd. Es sind bereits jetzt zahlreiche Schüler, Azubis und berufstätige bei StudiVZ eingetragen, das “Studi” hält die Wenigsten davon ab an dem Dienst teilzunehmen. Bei meiner Tätigkeit als Vermarkter habe ich Werbeflächen auf StudiVZ vermarktet und konnte anhand der Leads bei div. Kunden sehen, dass sich Leute über 30 ebenso wie Jugendliche unter 18 in nicht unerheblichem Maße auf der Plattform bewegen. Auf 100 Teilnehmer kamen fast 20 Minderjährige, die noch gar nicht studieren können, und etwa 7 über 30 Jährige.
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Ein Markenwechsel wäre doch absoluter Schwachsinn und vermutlich der Tod für die Plattform. studivz ust studivz und wächst und wächst und wächst…