StudiVZ: Schon Ende 2007 profitabel?
Posted on August 11th, 2007 in Videos | 6 Comments »
Immer wenn die Rede von StudiVZ ist, gibt es sehr viel Skepsis in Bezug auf die Rentabilität. Auch wenn ich mit erfahrenen Internetunternehmern spreche, werden immer wieder Zweifel angemeldet.
Ende 2007, Anfang 2008: Breakeven für Deutschland
Im Videointerview mit Entrepreneurship.de (englisch) hat Michael Brehm eine recht klare Ansage zum Break Even gemacht. Ende 2007, Anfang 2008 möchte man für die deutschen Angebote die Schwelle zu den schwarzen Zahlen überschritten haben.
Leidenschaft statt Geldgier
Ebenfalls interessant fand ich die Aussagen zu den Motiven einer Gründung. Michael hebt hervor, wie wichtig es ist, etwas schaffen zu wollen und eine Leidenschaft dafür zu entwickeln. Gründungen, die mit Dollarzeichen in den Augen Trends hinterherlaufen, gibt er wenig Chancen.
Kommentar: Michael hat auch in anderen Interviews schon einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Das Gesagte in Bezug auf die Gründungsmotive kann ich nur unterstreichen. Zum Thema Profitabilität: Wir hatten das ja bei Internetszene.de schon mal grob überschlagen. Die gigantische Reichweite sollte selbst bei Dumpingpreisen für die Werbung einen profitablen Betrieb ermöglichen.
6 Responses
Ich finde es schön zu hören, dass ein Web 2.0 Startup in absehbarer Zeit Gewinne erzielen wird. Jetzt ist nur noch die Frage wie lange sie brauchen werden, um den Kaufpreis zu refinanzieren.
Diese Rechnung wird Holtzbrinck imho so nicht anstellen wollen. Schau Dir mal an, was die in letzter Zeit zusammengekauft haben. Ich denke, die werden das sinnvoll verknüpfen und einige Online-Offline-Mashups schaffen.
StudiVZ geht dann in einer Mischkalkulation auf, das es die gekaufen und neue Portale mit Usern versorgen kann. Man hat sich vor allem eine gigantische User-Base eingekauft.
Da hast du natürlich recht Sebastian – so genau meinte ich das dann doch nicht. Dennoch muss noch einiges passieren, damit sich der Kauf gelohnt hat. Mal schauen, was sich nun bezüglich Facebook tut.
Man sollte auch nicht vergessen was sie dabei an enormen Datenbeständen zusammengekauft haben. Diese sind schon so einiges wert. Es ist kein Zeitdruck dahinter wann und ob eines der Portale Geld abwerfen wird. Ist zumindest meine Meinung.
Grüße
Jens
Naja, Zeitdruck haben die schon. Die Gesellschafter erwarten Rendite. Wenn sie darauf zulange warten müssen, wird i.d.R. schnell mal der Stecker gezogen.
Zu den Datenbeständen: Naaajaaa… bei 2 Mio. angemeldeter User sind die Werte nicht so enorm im Vergleich zum Kaufpreis.
Was IMO sehr wichtig ist bei den ganzen “Sind 50-100 Mio. für StudiVZ angemessen – dass sind ja im Best Case für die Gründer 100 EUR pro Nutzer”-Diskussionen: StudiVZ gibt es auch schon länger u.a. in Frankreich, Italien und Polen. Diese Rollouts waren natürlich Teil des Deals, und sie entwickeln sich afaik sehr positiv.
In Polen geht’s wohl richtig ab. Ich habe keine offiziellen Zahlen wieviele Nutzer StudiVZ in den Rollout-Territories hat, aber zusammen dürfte da sicher eine weitere Million höchst aktiver Menschen hinzukommen, was den Kaufpreis schon wieder in ein ganz anderes Licht rückt. Ein weiteres Thema ist SchülerVZ: Erst seit Juni offiziell “public”, davor nur auf Einladung – und schon kurz vor der 1-Mio.-User-Grenze. Gehört ebenfalls zum Paket von Holtzbrinck. Es ist also längst mehr als “nur” die Seite http://www.studivz.de, sondern ein ganzes Netzwerk von mind. 3-3,5 Mio. Nutzern mit einer überdurchschnittlich hohen Aktivitätsrate auf der Plattform.
Grüße
Gleb
Grüße
Gleb